HassiaGruppe

Geschichte / Meilensteine

1864
Johann Philipp Wilhelm HinkelGründung des Hassia Mineralbrunnens in Bad Vilbel durch Johann Philipp Wilhelm Hinkel. Er erschließt die erste Quelle auf dem Familiengrundstück in der Frankfurter Straße 2.
1875
Karl Friedrich GrosholzFriedrich Grosholz eröffnet einen Mineralwasserhandel aus dem später der Luisen Brunnen hervorgeht. Er nutzt am Marktplatz 4 einen vorhandenen Mineralbrunnen aus dem Jahr 1809.
1898
Fritz Hinkel übernimmt den väterlichen Kleinbetrieb und baut ihn weiter aus. Er erbohrt im Jahr 1903 den ersten Hassia Sprudel, der eine Haushohe Fontäne und stündlich 9000 Liter Mineralwasser zu Tage fördert. Der Vertrieb findet mit Handkarren und Pferdefuhrwerken statt.
1906
Hassia SprudelGeorg Otto Weihl übernimmt den Luisen Brunnen.
1922
Wilhelm und Otto Hinkel führen in der dritten Generation das Familienunternehmen. In den zwanziger Jahren sprudeln die Produktionszahlen: 1927 fast zwei Millionen und 1929 schon über fünf Millionen Füllungen.
1936/37
Bohrung des aus der Werbung und den Medien bekannten Hassia Sprudels im Kurpark von Bad Vilbel, dieser ist rund 320 m tief. An der Stelle des Bohrturms steht heute der Quellentempel. Der neu erschlossene Sprudel im Kurpark wird 1955 als Heilquelle staatlich anerkannt. Sein Wasser wird seitdem zu Bade- und Trinkkuren verwendet.
1950
Nach dem Krieg erlebt Hassia einen neuen Aufschwung: fünfundzwanzig Millionen Flaschen Mineralwasser werden 1957 gefüllt.
1964
Hassia feiert sein 100-jähriges Bestehen. Der Betrieb befindet sich noch in der Kernstadt Bad Vilbels. Das Unternehmen beschäftigt 200 Mitarbeiter und stellt mit sechsunddreißig Millionen Füllungen einen neuen Rekord auf.
1969
Günter Hinkel Günter Hinkel, Urgroßenkel des Hassia Gründers Johann Philipp Wilhelm Hinkel, wird geschäftsführender Gesellschafter. Hassia-Sprudel, Luisen-Brunnen und fünf weitere Bad Vilbeler Brunnenbetriebe bringen gemeinsam die „bizzl“ Süßgetränke und das stille Mineralwasser „Bad Vilbeler UrQuelle“ auf den Markt.
1972
Die „Schallmauer“ von fünfzig Millionen Füllungen zeichnet sich ab. Hassia errichtet unter der Leitung von Günter Hinkel am Stadtrand einen der modernsten Brunnenbetriebe der Bundesrepublik. Luisen war bereits 1964 dorthin gezogen.
1982
schließen sich die beiden Traditionsunternehmen Hassia Sprudel und Luisen Brunnen zur Hassia & Luisen Mineralquellen Bad Vilbel GmbH & Co. KG, einem der leistungsfähigsten Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland zusammen. In das neue Unternehmen werden die Elisabethen-Quelle und die Chattia-Quelle integriert. In den folgenden Jahren übernimmt Hassia & Luisen acht weitere Bad Vilbeler Betriebe.
1989
Im Jubiläumsjahr ist Hassia & Luisen mit über dreihundert Millionen Flaschen Brunnengetränken die Nummer 1 in Hessen und gehört zur Spitzengruppe der deutschen Mineralbrunnen.
1991
Die Lichtenauer Mineralquellen aus der LuftSofort nach der Wende engagiert sich das Unternehmen auch in den neuen Bundesländern. Zunächst wird ein Getränkefachgroßhandel in Sachsen gegründet und später wieder verkauft. Außerdem wird der thüringische Markt mit den Bad Vilbeler Marken, insbesondere Hassia und bizzl erobert. Doch schon nach kurzer Zeit erkennt man, dass der ostdeutsche Markt seinen eigenen Regeln folgt. Dieser Strategie folgend, gründet Günter Hinkel als geschäftsführender Gesellschafter der Hassia & Luisen Mineralquellen einen Tochterbetrieb in Sachsen, die Lichtenauer Mineralquelle, der heute mit dem Anspruch einer ostdeutschen Leitmarke agiert und Marktführer in Sachsen ist. Inbetriebnahme des Brunnenbetriebes mit rund 200 Mitarbeiter und einer Jahreskapazität von über hundert Millionen Füllungen.
1993
Mit der Einführung von Hassia Dry Lemon mit dem "Fitzelchen" Zitrone gelingt eine fulminante Produkteinführung wie sie selten vorzufinden ist. Der Kult rund um die Werbefiguren "Herbert und Ilse" wird über Jahre aufrecht erhalten und ist hessenweit in aller Munde.
1997
Drei auf einen Streich. Die HASSIA Unternehmensgruppe expandiert weiter. Zur Stärkung des Vertriebs in Nordhessen wird der Wilhelmsthaler Brunnen in Kassel-Calden übernommen. Das Engagement in den neuen Bundesländern wird durch die Gründung der Mineralquellen Friedrichroda im Thüringer Wald weiter vorangetrieben. Außerdem werden maßgebliche Anteile an der Qualitäts-Saft- und Apfelweinkelterei Rapp´s in Karben übernommen.
1998
Mit der Übernahme der benachbarten Hessenquelle wird Hassia & Luisen alleiniger Besitzer der beliebten Marken "Bad Vilbeler UrQuelle" und "bizzl", die in den sechziger Jahren im Verbund mit mehreren Brunnen gegründet wurden. Die Anteile von Rapp’s werden auf 100 % aufgestockt.
2000
Hassia & Luisen aus der LuftIn das neue Jahrtausend startet die HASSIA Unternehmensgruppe als Verbund von fünf Unternehmen. Im Absatz-Ranking der Brunnen Deutschlands ist man mittlerweile in den Top Five zu finden.
2001
Der Rosbacher Brunnen, „Nachbar“ und bedeutendster Mitbewerber von Hassia & Luisen, muss Insolvenz anmelden und wird von der HASSIA Unternehmensgruppe übernommen. Das darauffolgende Jahr steht ganz im Zeichen der Integration der Marken Rosbacher, Frischa und Kaiser Friedrich Quelle.
2002
Dirk HinkelProdukt- und Gebindeinnovationen und -vielfalt werden groß geschrieben. So werden unter der Marke "Bad Vilbeler Elisabethen Quelle" neuartige Wellness-Getränke auf den Markt gebracht. Der Lichtenauer Brunnen in Ostdeutschland trotzt dem Jahrhunderthochwasser und entwickelt sich zum führenden Brunnenbetrieb im Osten Deutschlands. Zu seinem 65. Geburtstag ernennt Günter Hinkel seinen Sohn Dirk Hinkel zum gleichberechtigten geschäftsführenden Gesellschafter. Dirk Hinkel führt das Unternehmen damit in der fünften Unternehmer-Generation.
2004
Im Januar 2004 firmiert das Stammhaus der Unternehmensgruppe, die Hassia & Luisen Mineralquellen, um in die Hassia Mineralquellen. Aus der Hassia Unternehmensgruppe wird die HassiaGruppe. Mit dieser Änderung der Unternehmensidentität wird der traditionellen Herkunft des Familienunternehmens, das 1864 mit der Marke Hassia in den Markt eintrat, Rechnung getragen.
2005
Zum 1. August 2005 hat Hassia Mineralquellen von der Brau und Brunnen AG die ostdeutschen Brunnenbetriebe mit den Mineralwasser- und Erfrischungsgetränkemarken Glashäger, Margon und Thüringer Waldquell sowie Vita Cola erworben. Die bisherige Einmarkenstrategie Lichtenauer wird in eine Mehrmarkenstrategie mit den ostnationalen Marken Lichtenauer und Vita-Cola sowie den regionalen Marken Thüringer Waldquell (Thüringen), Margon (Sachsen) und Glashäger (Mecklenburg-Vorpommern) umgewandelt. Ende 2005 ist die HassiaGruppe der führende Mineralbrunnen-Getränkeanbieter sowohl im Osten als auch in der Mitte Deutschlands (Hessen und Rheinland-Pfalz).