
Grundsätzlich gibt es da zwei Möglichkeiten, Wasser zum Sprudeln zu bringen:
Kommt Tiefenwasser beim Einsickern mit erkaltenden Magmamassen in Berührung, nimmt es die ihnen entweichende Kohlensäure auf. Diese erhöht wiederum die Lösungsfähigkeit des Wassers, so dass schwerlösliche Mineralstoffe besser aufgenommen werden können.
Bei der zweiten Art der Anreicherung hat der Mensch seine Hand im Spiel, denn vor der Abfüllung darf Mineralwasser mit Kohlensäure zusätzlich angereichert werden. Die Anreicherung mit Kohlensäure ist eine der wenigen "Schönheitsreparaturen", die der Gesetzgeber bei der Herstellung von Mineralwasser erlaubt. Denn natürliches Mineralwasser ist das am strengsten überwachte Lebensmittel überhaupt und das einzige in Deutschland mit amtlicher Anerkennung (Prüfung etc.).
So muss es immer direkt am Quellort in die zum Endverbraucher gelangenden Verpackungen abgefüllt werden, es sei denn, es wird - wie in Kurbädern üblich - direkt an der Quelle verbraucht. Da Mineralwasser im Gegensatz zum Trinkwasser nicht desinfiziert werden darf, muss es natürlich an der Quelle ursprünglich und daher rein sein.
Auch die "Herstellung" wird selbstverständlich genauestens überwacht. Lediglich Eisen, Mangan und Schwefelverbindungen dürfen entzogen werden, ein Prozeß, den viele Mineralwässer durchlaufen müssen und den Sie am Zusatz "enteisent" erkennen.